Wer Angst vor schmalen Strassen hat oder ein grosses Auto besitzt, sollte die Unterkunft lieber meiden. Der letzte Kilometer zum Ferienhaus ist wirklich abenteuerlich und bei tiefstehender Sonne oder im Dunkeln schwierig zu fahren, insbesondere wenn man wegen Gegenverkehr Ausweichstellen anfahren muss. Das Haus mit dem grossen Garten ist allerdings dieses Abenteuer wert. Die ruhige Lage mit dem grandiosen Blick auf den Lago Maggiore und die umliegenden Berge, bei guter Sicht auch auf schneebedeckte Gipfel, ist unvergleichlich.Das Haus ist gut ausgestattet, die Küche für die Größe des Chalets allerdings etwas zu klein. Der große Balkon, die Liegewiese oder auch der überdachte riesige Carport bieten zu jeder Tageszeit Sonne.Störend wirkte sich im Haus allerdings ein uns nicht bekanntes, insbesondere nachts aktives Tier aus, dass im nicht zugänglichen Dachgeschoss vor allem nachts sein Unwesen trieb und uns manche Nacht den Schlaf raubte. Ob es sich um Marder oder Waschbären handelte,haben wir nicht herausfinden können. Gelegentlich erfolgen nachts auch Besuche von Rehen, Hirschen oder Mufflons, die die im Garten stehenden Bäume anfressen. Reisetipps: Neben den bekannten Reisezielen, wie Isola Bella oder Isola Madre, die man auf keinen Fall auslassen sollte, gibt es aber auch interessante Dinge etwas abseits des Lagos zu sehen. Für Kunstinteressierte ist die Villa Panza in Varese ein absolutes Muß. Eine solche Sammlung von amerikanischen Lichtkünstlern wie Dan Flavin oder James Turrell ist absolut einzigartig. Dazu weitere moderne Kunst in den historischen Räumen der alten Villa.Auch der angrenzende Park ist sehenswert.Der Park der Villa Taranto in Verbania hat uns ebenfalls sehr imponiert. Das Kloster Santa Catarina del Sasso, eine Einsiedelei direkt unterhalb gewaltiger Felsen sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen, allerdings möglichst nicht am Wochenende, da es dann ziemlich überlaufen ist.Eindrucksvoll fanden wir auch das 850 Meter hoch gelegene Örtchen Santa Maria del Monte sopra Varese mit einer Wallfahrtskirche und einem Stationenweg, der aus 14 Kapellen und 3 imposanten Torbauten besteht. Zuletzt möchten wir noch die außergewöhnliche Kübelbahn auf den Monte Sasso del Ferro erwähnen, die von der Talstation in Laveno zur Bergstation Poggio Sant Elsa in 972 Meter Höhe führt